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Παρασκευή, 30 Σεπτεμβρίου 2011

Θέματα Διατμηματικου Μεταπτυχιακού Μετάφρασης ΕΚΠΑ 30/09/11

Το κείμενο προς μετάφραση:

 

Der erotischste Ort der Erde

Eine Ausstellung in München feiert die Bibliothek als himmlischen Ort des Wissens und der Blicke.

Sollte man sich, da jetzt die Bücher totgesagt sind, nicht Sorgen um die Bibliotheken machen? Noch einmal hingehen, nostalgisch um die Regale schleichen, in denen Wissen in seiner altmodischen, schwer wiegenden Form enthalten ist? Es kommt sogar vor, dass man dort auf eine Leiter steigen muss, den Arm ausstrecken, um von ganz oben ein Bändchen zu holen, das vielleicht noch Spuren seines vorigen Lesers trägt. Ein metallischer, gelblicher Geruch entströmt ihm. Und die tiefe Ruhe eines Dings, das einen Ort hat, an dem es Jahrzehnte überdauert, in souveräner Unabhängigkeit davon, ob der ephemere Leser es jetzt aufblättert oder sehr viel später.

Mehr lesen, weniger laufen, bitte! Die Biblioteca Pública in Mexiko-Stadt des Architekten Alberto Kalach.
Mehr lesen, weniger laufen, bitte! Die Biblioteca Pública in Mexiko-Stadt des Architekten Alberto Kalach.
Sollte man sich, da jetzt die Bücher totgesagt sind, nicht Sorgen um die Bibliotheken machen? Noch einmal hingehen, nostalgisch um die Regale schleichen, in denen Wissen in seiner altmodischen, schwer wiegenden Form enthalten ist? Es kommt sogar vor, dass man dort auf eine Leiter steigen muss, den Arm ausstrecken, um von ganz oben ein Bändchen zu holen, das vielleicht noch Spuren seines vorigen Lesers trägt. Ein metallischer, gelblicher Geruch entströmt ihm. Und die tiefe Ruhe eines Dings, das einen Ort hat, an dem es Jahrzehnte überdauert, in souveräner Unabhängigkeit davon, ob der ephemere Leser es jetzt aufblättert oder sehr viel später.
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Weil wir aber einen Evolutionssprung der Trägermedien erleben, soll es mit solchen staubigen Turnübungen bald vorbei sein, heißt es. Das Weltwissen implodiert. Aus den Papierreservaten, den Bibliotheksgebäuden, Regalen, Magazinen zerstäubt es digital in die virtuelle Wolke, zu der handliche Geräte von überall her Zugang verschaffen. Wozu also noch Bibliotheken?
Die Ausstellung Die Weisheit baut sich ein Haus des Architekturmuseums der TU München nimmt in dieser Frage einen intelligenten Weg. Sie abstrahiert von der schieren Funktion der Aufbewahrung von Büchern und erzählt die Geschichte der Bibliotheken als Geschichte der materialisierten Ordnung von Erkenntnis. Eine Perspektive, aus der es ganz so aussieht, als gäbe es ein unerschütterliches menschliches Grundbedürfnis, sich Modelle des Wissens körperhaft gegenüberzustellen.

Und da macht am Ende der Ausstellung eine Zusammenstellung von Filmausschnitten, die in Bibliotheken spielen, charmante Vorschläge: Man kann ja dort auch schießen, tanzen oder küssen. Und eine verliebte Bibliothekarin wispert: »Ich finde, eine Bibliothek ist der erotischste Ort auf Erden.«

http://www.zeit.de/2011/31/Architektur-Bibliothek

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